Bleisäure Batterien 


Technik

Bleisäure BatterienDer älteste aufladbare Batterietyp, der noch heutzutage Verwendung findet, ist der Blei-Akku (auch Blei-Schwefelsäure-Batterie oder Bleisäure-Batterie genannt). Bei einem Bleisäure-Akku besteht die Kathode aus Blei-Dioxid und die Anode aus Blei. Der Separator trennt die Blei-Säure- und Blei-Elektrode voneinander. Ein Schwefelsäure/Wasser-Gemisch wird als Elektrolyt (eine leitende Flüssigkeit) eingesetzt. Dadurch, dass das Elektrolyt flüssig ist, kann die Batterie nur in aufrechter Position verwendet werden! Bei Überladung könnte ansonsten eine explosive Kombination aus Sauerstoff und Wasserstoff freigesetzt werden. Bei der wartungsfreien Gel-Variante besteht dieses Risiko nicht. Das Elektrolyt besitzt eine Gel-form, so dass die Batterie auch in Seitenlage betrieben werden kann. Auch das Nachfüllen von Wasser ist bei dieser Variante nicht mehr notwendig. Der Bleisäure-Akku ist nicht besonders Leistungsfähig hinsichtlich seiner Energie-/Leistungsdichte. Diese beträgt gerade mal 30Wh/kg und ist damit die niedrigste im Vergleich zu allen anderen Batteriesorten. Auch die Leistungsdichte ist am niedrigsten: 75 Wh/kg accu. Nichtsdestotrotz wird dieser Akkutyp sehr häufig verwendet, was nicht zuletzt an den günstigen Produktionskosten und der hohen Zellspannung liegt. Diese beträgt immerhin ca. 2Volt, so dass ein Auto rund 6 Zellen benötigt, ein LKW gerade mal 12 Zellen.

 

 

Gebrauch
Bleisäure-Zellen sind besonders gefragt bei Anwendungen, wo das Gewicht keine große Rolle spielt, das sind z.b. Auto-Batterien oder USV-Akkus (die eine unterbrechungsfreie Stromversorgung des Computers/Servers gewährleisten). Beim Starten eines Autos ist der Blei-Akku in der Lage kurzfristig mehr als 200A abzugeben, weshalb er nach wie vor verstärkt in diesem Bereich vorzufinden ist. Außerdem sind Blei-Akkus umempfindlich gegenüber Temperaturen, was sie ebenfalls positiv von anderen Akkutypen unterscheidet. 

 

 

Laden - Entladen
Blei-Akkus reagieren empfindlich auf Tiefenentladung; das merkt man z.b. daran, wenn man das Licht bei seinem Auto vergessen hat auszuschalten. Die Selbstentladung beträgt rund 10% je Monat. Ein Auto, das also länger als 10 Monate still steht, wird vermutlich nicht mehr ohne fremde Hilfe anspringen. Ein Auto-Akku wird während der Fahrt durch einen Dynamo geladen, dessen Spannung zwischen 13,8-14,1 Volt beträgt. Ab 14,4 Volt wird die Gasspannung des Akkus erreicht; der Akku fängt dann an zu kochen und wird unwiderruflich beschädigt. Daher sollte man auf eine geregelte Ladespannung beim Laden eines Bleisäure-Akkus achten. 

 

 

Vorteile


• Liefert große Mengen an elektrischen Strom
• Niedrige Produktionskosten
• Temperatur-unempfindlich

 

 

Nachteile

• Schwer im Gewicht
• Aufrechte Haltung in belüfteten Räumen 
• Niedrigste Energiedichte
• Niedrigste Leistungsdichte
• Verträgt keine Tiefenentladung
• Giftiger Stoff (Blei)

 

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