Lithium-Polymer Batterien

Technik

Lithium polymeer accuLithium-Polymer Batterien gebrauchen als Elektrolyt ein trockenes flexibles Polymer. Von Natur aus weist dieses Material eine schlechte Leitfähigkeit auf und besitzt einen hohen internen Widerstand. Um dies zu verbessern, wurde ein Elektrolyt-Gel hinzugefügt. Ubrigens wird diese Batterieform häufig auch als Lithium-Ion-Polymer bezeichnet. Polymer-Zellen haben eine flexible, Folien-ähnliche Hülle; ein Metallschutzmantel ist nicht nötig, weshalb sie auch viel leichter sind als herkömmliche Batterien. Eine LiPo-Zelle weist eine Dicke von weniger als 1Milimeter auf; der dünnste Akkupack ist gerade mal 4mm dick! Dank seiner Fleixibilität können diese Akkus in den verschiedensten Formen hergestellt werden. Jede einzelne Zelle gibt eine Spannung von 3.7Volt ab. Im Vergleich dazu geben NiCd- oder NiMh-Zellen gerade einmal 1.2Volt ab. LiPo-Batterien haben zudem keinen Memor-Effekt. Ihre Energiedichte erreicht die höchsten Werte von allen derzeit auf dem Markt existierenden Akkutechniken. Das liegt natürlich auch am fehlenden Metall, das normalerweise beträchtlich ins Gewicht fällt. Die Produktion von LiPo-Zellen ist derzeit verhältnismäßig teurer als die herkömmlicher Batterien. 


 

Gebrauch
Wegen ihres leichten Gewichts, des beschränkten Umfangs und flexiblen Form, werden LiPo-Akkus hauptsächlich in kleineren Geräten, wie z.b. iPod, verwendet. LiPo-Batterien können in allerlei Formen und Maßen verarbeitet werden; Ihre Form muss nicht zylinderförmig sein und benötigt keinen Metallmantel. Fabrikanten von Laptops, PDAs, Handys und MP3-Spieler greifen nun verstärkt auf LiPo-Akkus zu, damit Sie noch einfacher die Größe ihrer mobilen Geräte verkleinern können.  


 

Laden - Entladen

Anders als Lithium–Ionen-Batterien mögen Lithium-Polymer-Akkus keine Tiefenentladung. Normalerweise wird der Schaltkreis aktiv bei einer Zellspannung von 3.0Volt. Fällt diese auf unter 2.5 Volt, dann führt das zu einer permanenten Beschädigung. Aufladen lassen sich LiPo-Akkus sehr schnell. In ca. 1-1.5h ist ein LiPo-Akku wieder vollends aufgeladen. Es ist wichtig, dass man beim Aufladen ein geeignetes LiPo-Ladegerät verwendet; das Aufladen mit einem nicht geeigneten Ladegerät kann die Batterie derart aufheizen, dass die Schale schmilzt und der Inhalt auseinander fällt. Daher ist ein spezielles Ladegerät nötig, welches dieser Hitzeentwicklung zuvorkommt. Bei extremer Hitze, z.b. wenn Sie Ihr Auto bei 30° in der Sonne parken und das Handy unter der Windschutzscheibe liegen lassen, kann der LiPo-Akku auseinander brechen und das Gehäuse des umgebenden Gerätes beschädigen. 

 

 

Vorteile

• Kompakte Form mit hoher Zellspannung (3.7 Volt)
• Sehr leicht im Gewicht
• Flexibel formbar
• Höchste Energie- und Leistungsdichte

 

 

Nachteile

• Hoher Preis
• Weniger Kapazität als ein herkömmlicher Li-Ionen-Akku
• Nicht widerstandsfähig gegenüber extremen Temperaturen
• Empfindlich gegebüber hohen und niedrigen Spannungen

 

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