Nickel-Metallhydrid(NiMh) 

 

Technik

Nikkel metaalhydride batterij
Nickel-Metallhydrid-Batterien enthalten eine Nickel-Hydroxid-Kathode und eine Metallhydrid-Anode. Metallhydrid stellt eine Verbindung von Metall und Wasserstoff dar. Die Basisstruktur ist identisch zu der einer Nickel-Cadmium(NiCd)-Batterie. Allerdings ist die Energiedichte von NiMh-Batterien wesentlich höher als die von NiCd-Batterien. So kann ein NiMh-Akku zwei bis drei Mal mehr Kapazität aufweisen als ein größerer NiCd-Akku, weshalb NiMh bevorzugt bei Geräten eingesetzt werden, bei denen der Akku lange halten soll und dennoch nur wenig Platz einnimmt, wie z.b. bei Laptops. In einem typischen NiMh-Akkupack beträgt die Spannung 1.2 Volt, genau wie bei NiCd-Zellen. EInzig die Lebensdauer (mit ca. 400 Zyklen) schneidet im Vergleich zu NiCd-Batterien schlechter ab, da sie empfindlicher auf Überladung, Hitze und Tiefenentladung reagieren. Für kleinere Anwendungen können auch prismatische (rechteckige) NiMh-Zellen eingesetzt werden, die eine gerinegere Energiedichte (60Wh/kg) und kürzere Lebensdauer (ca. 300 Zyklen) besitzen.  

 

 

Gebrauch


Wie bereits erwähnt, sind NiMH-Batterien wesentlich empfindlicher als NiCd-Batterien gegenüber Tiefenentladung, Überladung, Hitze und Kälte. Durch den hohen Anteil an Selbstentladung (ca. 30% pro Monat) sind sie nicht geeignet für Geräte, die nur sehr wenig Energie benötigen, wie z.b. Armbanduhren oder nur sporadisch verwendet werden, wie z.b Taschenlampen. Der Energieverschleiss durch Selbstentladung wäre in diesen Fällen größer als der Verbrauch, so dass Alkaline-Einwegbatterien in diesen Fällen wesentlich geeigneter wären. NiMH-Akkus haben einen hohen internen Widerstand und sind dadurch vor allem für Anwendungen geeignet, die eine gleichmäßige Stromabnahme benötigen, wie Handys, Digitalkameras und Laptops. Selbst die Hybridautos von Toyota/Lexus machen Gebrauch von NiMh-Zellen. Für Werkzeuge, die sofort eine hohe Abgabe von Energie gebrauchen, sind NiMh-Akkus weniger geeignet. Hier kommen nach wie vor NiCd-Akkus am besten zum Einsatz. Derzeit verliert NiMH viel Terrain an die Li-Ion-Technik.  

 

Laden - Entladen


NiMH-Akkus können schneller geladen werden als NiCd-Akkus. Vor der ersten Verwendung sollten NiMH-Akkus vollständig aufgeladen werden, wobei sie von Anfang an relativ schnell geladen werden können. In den ersten 2-3 Monaten sollte man weiterhin darauf achten NiMh-Batterien vollständig zu verbrauchen und wieder aufzuladen. Das mehrfache Aufladen eines nicht vollständig entladenen Akkus kann nämlich dazu führen, dass der Memory-Effekt eintritt, d.h. die Kapazität des Akkus wird nicht mehr vollständig erkannt.Das tritt zwar bei NiMh-Akkus seltener als bei NiCd-Akkus auf, ist aber dennoch ein wichtiger Punkt. Wenn Sie jedoch ein passende NiMh-Ladegerät verwenden, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. So regelt z.b. Ihr Laptop-Ladegerät automatisch den perfekten Ent- und Aufladeprozess Ihres Akkus. Außerdem sind die meisten NiMH-Akkus in Kombination mit dem Ladgerät hergestellt worden, wodurch eine optimale Zusammenarbeit dieser beiden gewährleistet ist. EIn externes NiMH-Ladegerät kann übrigens auch für NiCD-Batterien verwendet werden, andersherum funktioniert es allerdings nicht. Ein reines NiCd-Ladegerät würde NiMH-Batterien überladen!

 

 

Vorteile

• 30-40% mehr Kapazität als NiCd
• Schnell aufzuladen
• Geringe Produktionskosten
• Weniger Giftstoffe

 

 

Nachteile

• Memory-Effekt (geringer als bei NiCd)
• Weniger Energiedichte
• Hohe Selbstentladung
• Weniger lange Lebensdauer
• Weniger Betriebssicher

 

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